Tanz der Schatten

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neues Weblog

Ab sofort ist der aktuelle Blog unter http://www.tanz-der-schatten.de/blog/ zu finden
3.7.07 00:08


mixed thoughts

Schon komisch. Da liest man einige Tage lang vorwiegend Dinge auf englisch und schon hat man oder zumindest ich Probleme, auf deutsch zu denken. Nein, deutsch ist meine Muttersprache aber ich mag die englische Sprache. Manche Worte fehlen mir im deutschen einfach. Aber jetzt hier zu sitzen und erstmal mental zu übersetzen, was man gerade so gedacht hat, ist schon sagen wir mal seltsam. Oder bekloppt? Keine Ahnung. Nicht drüber nachdenken, einfach freuen, daß man eine Fremdsprache doch offensichtlich weit genug beherrscht, um in dieser Sprache denken zu können. Oder auch träumen, zumindest was die letzte Nacht angeht. Nein, kein Scherz. Das kommt davon, wenn man sich halbe Nächte damit um die Ohren schlägt, teilweise sogar extrem gute Harry-Potter-fanfics durchzulesen. Was man nicht alles tut, um nicht schlafen zu müssen bzw. einfach so müde zu sein, daß man nur noch ins Bett fällt und nicht mehr nachdenkt. Wen es interessiert, dieses spezielle kann ich wirklich empfehlen. auch wenn Romantiker bitte die letzten beiden Kapitel weglassen. Snape gets his

Warum ich das will? Eigentlich recht einfach, auch wenn es vermutlich wie aus einem schlechten Film klingt. Zweimal sexuelle Belästigung am selben Tag läßt einen doch eigentlich eher auf versteckte Kamera schließen, oder? Und ja, ich habe wirklich danach gesucht. Genauso wie nach dem Schild "betatsch mich" auf meinem Rücken oder sonst irgendetwas, das männliche Wesen hätte anstacheln können. Tatsache ist aber, es war weder ein für mich sichtbares Schild da noch eine Kamera noch verdammt nochmal ein Ausschnitt oder sonst irgendetwas, daß das männliche Auge dazu verleiten könnte, dem Gehirn völlig falsche Botschaften zu vermitteln. Nicht daß das auch nur im geringsten eine Rechtfertigung oder auch nur ein Grund wäre, grundsätzliche Regeln des menschlichen Miteinanders dermaßen zu übergehen.
Aber was ist passiert? Tja, abgesehen von den tatsächlichen Fakten frage ich mich das immer noch. Ich war bei einem Bewerbungsgespräch Freitag mittag. Gut, es hat geregnet, als ich aus dem Haus bin. Und als ich von der UBahn aus zu der Firma bin. Natürlich ohne Schirm. Sowas findet man nie, wenn man es nach 3 Jahren nicht benutzen und einem Umzug dazwischen mal braucht. Aber immerhin mit Jacke. Da es ein Bewerbunsggespräch für Büroarbeit war, natürlich auch nicht im tief ausgeschnittenen Oberteil mit Mini oder so. Davon abgesehen, daß ich niemals einen Mini anziehen würde. Ich hab einen Spiegel und bin auch in der Lage, das Bild darin zu erkennen. Schlichte naturfarbene Bluse mit Stickerei ton-in-ton. Hochgeschlossen bis auf den obersen Knopf am Hals. Und schlichte schwarze Hose, schlichte Schuhe. Business halt, nicht mehr und nicht weniger. Tja, anscheinend schon zu viel, da es den typen, mit dem ich das Bewerbungsgespräch führen sollte, nicht davon abgehalten hat, mir schon beim Handschütteln zur Begrüßung ins Dekoltee zu fallen. Nur, daß da keins war. Aber ok, ohne der männlichen Population im allgemeinen zu nahe treten zu wollen, ab einer gewissen Menge Oberweite scheint das Standart zu sein. Vielleicht sollte ich mir doch noch nen Shirt zulegen, auf dem ein entsprechender Kommentar in entsprechender Höhe ist. Auch wenn es immens irritierend ist, beim Reden grundsätzlich einen Blickkontakt zwischen Oberweite und Gesprächspartner zu haben. Wie auch immer, wenn es bei dem starren geblieben wäre, hätte ich damit ja leben können. Aber nein, der Typ packt mir an den Hintern, als er mir ne Tür aufhält. Unmißverständlich. Danke. Sexuelle Belästigung beim Bewerbungsgespräch ist doch mal was neues. Nur leider bin ich da nicht der Opfertyp. Irgendwie glaube ich nicht, daß die Aufforderung, derartiges doch beim nächsten Polizeirevier fortzusetzen, besonders positiv auf eine mögliche Anstellung in einer Firma wirkt. Nicht, daß ich eine Anstellung in dieser speziellen Firma noch wollen würde. Und eigentlich ist es schade, daß ich nicht dem ersten Impuls nachgegeben und einmal kräftig zugetreten habe. Aber man ist ja zivilisiert. Und hat keine Lust auf eine Anzeige wegen Körperverletzung. Und das wäre es wohl geworden. Nachhaltiger Art.
Gut, Firma verlassen, Tag als "scheiße" abgestempelt, quer durch strömenden regen 3 Busstationen bis zum nächsten McDoof gelaufen. Eis mit Schokosauce. ach was, wer will schon das Eis? Schokosauce. Nur leider haben die das miverstanden, ich hatte also Eis mit Schokosauce. Gut, kein Problem. Noch ein bißchen Frustshopping, Handyrechnung in die Höhe treiben und dann ab nach Hause. Immer mit dem Gedanken "heute abend Vampire. Der Tag kann nur besser werden". Sollte man meinen. Wenn da nicht erwähntes für mich unsichtbares Schild gewesen wäre.
Leicht zu merken, das ganze regt mich immer noch auf. Vermutlich auch nur verständlich und immerhin, ich schreibe es auf. Und spreche darüber. Das ist vermutlich ein Fortschritt.
Gut, erwähntes Handyrechnung in astronomische Höhen treiben setzte sich bis zu meiner Haustür fort. Was auch der Grund war, warum ich etwas unvorsichtig war. Das und die Tatsache, daß man nicht erwartet, im eigenen Hausflur am hellichten Nachmittag Opfer einer weiteren sexuellen Belästigung am selben Tag zu werden. Soviel zu logischen oder zumindest bisher verläßlichen Schlußfolgerungen. Ohne irgendwen jetzt angreifen zu wollen, es war ein Schwarzafrikaner, er schlüpfte hinter mir durch die Haustür wobei er noch zu irgendwem am Telefon meinte, er wäre jetzt gleich da. Und im ersten Stock, also um genau zu sein auf dem zweiten Treppenabsatz packt mich der Kerl von hinten, drückt sich an mich und .. keine Ahnung, was. Das war der Moment, an dem sein Gesicht nähere Bekanntschaft mit meiner Handtasche und meiner Jacke gemacht hat. Nachdem ich irgendwie in derselben Bewegung auf Abstand bin, mich rumdreht hab und zugehauen. Nur hatte ich wie erwähnt eben Handtasche und Jacke in der Hand. Auch hier wäre präzises Zutreten eine echte Alternative gewesen, aber mangels sicherem Stand leider nicht durchführbar. Und was macht der Kerl? Er hat die Frechheit, mir zu erklären "ich könnte ihn gerne weiter ohrfeigen, aber er hätte nicht anders gekonnt, ich hätte so nen tollern Hintern und er hätte nicht gewußt, wie er mich ansprechen soll und er wäre ja auch gut bestückt...."
HALLO???? Sind wir irgendwo in einer total bescheuerten Zeitlinie und auf einem Planeten am anderen Ende jeden menschlichen Verstandes? Eigentlich schade, daß ich nicht die Polizei gerufen habe. Andererseits, mit dem Kerl im selben Treppenhaus warten, bis die eintreffen... und dann erklären, warum er bis dahin vermutlich zum Eunuchen geworden wäre. Nein. Auch wenn die Aussicht mit dem Eunuchen wirklich hübsch ist. Aber immerhin, die nächsten Tage wird er noch Spaß haben. Gesicht contra Reißverschluß an meiner Tasche ergab einen recht eindeutigen Sieger nach Punkten.
Das frustrierende dran, (wie gesagt ohne irgendwen hier generell anprangern zu wollen und immer unter Rücksicht darauf, daß ich auch einige Gegenbeispiele kenne) es scheint inzwischen Volkssport mancher Bevölkerungsgruppen geworden zu sein, den Aufenthalt im Freien oder in öffentlichen Beförderungsmitteln für weibliche Wesen so unschön wie möglich zu gestalten. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich schon eine Bushaltestelle früher ausgestiegen bin, weil ich zu recht angenommen habe, daß jemand mir folgen möchte. Und wie oft ich dann noch schnell was einkaufen bin bis selbiger Typ dann keine Lust mehr hatte. Oder bei fast leeren Bussen und U-Bahnen sich männliche Wesen möglichst dicht neben einen stellen oder setzen. Oder das beliebte "sie hat den Blick nicht auf den Boden geheftet, sie hat mich angemacht". Nein, habe ich nicht. Es besteht ein deutlicher Unterschied zwischen dem studieren einer Übersichtskarte von Haltestellen oder meinetwegen auch eines Werbeplakates und einem Flirten. Oder erst recht einer Aufforderung zu ansprechen und verfolgen. Und auch ein plötzlicher Halt des Busses ist wirklich keine Entschuldigung dafür, sich an meinem Hintern oder sonstwo an mir festzuhalten. Und nichtmal ein voll besetzter Bus ist eine Entschuldigung dafür, gewisse Teile der männlichen Anatomie an weiblichen Wesen zu reiben. Oder eine Frau trotz wiederholten deutlichen "laß mich in Ruhe" mit verdammt schlechten Lügen ala "du bist eine unglaublich tolle Frau, laß uns einen Kaffee trinken gehen und gib mir deine Telefonnummer" nach 2 Sekunden zufälligen Blickkontakt in der Ubahn zuzulabern. Frei übersetzt mit "du siehst so aus, als würdest du eh keinen abkriegen, also laß uns heiraten, ich krieg meine Aufenthaltserlaubnis und du zumindest hin und wieder nen Mann". Sorry, Jungs, auch wenn ich keine Modelmaße habe, ich bin weder verzweifelt noch nymphomanisch veranlagt, daß mir das alles gefallen würde. Tut mir leid, aber all das bestärkt mich immer mehr darin, die Finger von jedem männlichen Wesen zu lassen, daß auch nur Ansätze von Heterosexualität zeigt. Oder zumindest von gewissen Bevölkerungsgruppen, da solche Verhaltensweisen leider und so ungern ich das sage anscheinend doch vermehrt bei Männern auftreten, die in bestem Schubkastendenken in die Bereiche Südländer und Schwarzafrikaner fallen.

Was allerdings der größte Müll dabei ist: irgendwo im Hinterkopf ist trotzdem diese kleine Stimme, die einen fragt, ob man nicht dazu angestachelt hat. Die einen fragt, was man anders machen sollte, damit sowas nicht mehr vorkommt. Und die man auch mit wiederholtem und logisch völlig begründeten "nichts, es ist wirklich nicht deine Schuld" zum Schweigen bekommt.
23.8.06 22:48


Dies und das

So, nach Ostern, tatsächlich mal etwas Luft zum Atem holen und vor allem auch einiges zu erzählen.

Zunächst mal ist der Kater inzwischen kastriert und sogar wieder weitgehend erträglich. Die ersten beiden Wochen ist er nur noch durch die Wohnung gerannt. Das war wirklich nicht mehr hübsch. Dann habe ich inzwischen eine Digitalkamera, sprich, es gibt noch mehr Katzenfotos. Zumindest demnächst. Aktuell habe ich keine Lust, Bilder zu bearbeiten. Uni habe ich inzwischen auch wieder und bisher läuft es soweit ganz ok.

Dann war ja letztes Wochenende Ostern, übersetzt Familienbesuch. Und da die aktuellen Benzinpreise absolut jenseits von gut und böse sind und mein Vater eh bei mir praktisch vorbeigefahren ist, bin ich also auf dem Hinweg mit ihm gefahren und auf dem Rückweg am Montag war Bahn geplant. Soweit sogut. 17€ ist deutlich billiger als knapp 60€ und 3 Stunden Bahnfahrt laut Auskunft über die Website ja auch erträglich. Naja, davon abgsehen daß ich statt wie geplant um 11 Uhr erst um 15 Uhr losgekommen bin, lief auch sonst einiges nicht rund. Man schaut ja doch vorher mal auf der website nach, wann der Zug denn so überhaupt losfährt. Hab ich auch und die sagten mir, jeweils 7 Minuten nach der vollen Stunde. Tja, gefahren ist er dann jeweils um 44. Prima. Ich kam also am Bahnhof an mit etwas mehr Zeit noch für Ticket kaufen und co und durfte dann erstmal der Bahn beim wegfahren zusehen. Nächste fuhr dann eine Stunde später. Damit schon eine Stunde ungeplanter Aufenthalt. Weiter gings nach Oldenburg. Da sollte dann der Anschlußzug 10 Minuten später fahren. Tat er ja auch, nur leider fuhr der über Bremen nach Hannover und enthielt somit alle, die nach Bremen, Hannover oder Hamburg wollten plus noch das ein oder andere weitere oder dazwischen. Das Resultat war, daß eine Ölsardine in der Dose mehr Platz hatte und die Leute trotzdem noch in Trauben vor den Zugtüren auf dem Bahnsteig standen. Also absolut kein rankommen an den Zug. Also auf den Plan geschaut, nehmen wir halt die RB ne halbe Stunde später. Damit wieder 30 Minuten ungeplanter Aufenthalt bei bisher 40 Minuten Fahrtzeit. Die RB war dann auch sehr leer. Nur fährt leider der Anschlußzug von Bremen nach Hamburg wieder nur alle Stunde, wenn man nicht für IC draufzahlen will. Also wieder statt der ursprünglich geplanten 10 Minuten Aufenthalt bei der ursprünglichen Verbindung 40 Minuten. Macht also bisher 2 Stunden ungeplanten Aufenthalt und knapp 1 Stunde und 20 Minuten Fahrtzeit. Gut, der Zug war insoweit erträglich, als daß ich einen Sitzplatz hatte. Leider hatten den direkt hinter mir auch eine Horde äußerst lauter Teenies. So laut, daß man sie selbst über ohrenbetäubende Musik per Kopfhöhrer noch einwandfrei verstehen konnte. Und natürlich völlig davon überzeugt, daß sie ja gar nicht so laut sind und sich alle anderen im Waggon sitzenden Personen nur künstlich aufregen würden. Gut, letztendlich fuhr mir dann auch noch die S-Bahn direkt vor der Nase weg und auch der Bus und die S-Bahn sind nicht gerade aufeinander abgestimmt. So waren es insgesamt dann knapp 6 Stunden Fahrt statt der geplanten 3. Und das ganze natürlich auch noch 4 Stunden später als geplant. Damit waren dann natürlich auch sämtliche Pläne, was ich am Montag alles nach hatte machen wollen, beim Teufel.
19.4.06 11:29


Müll, Politik und sonstige Aufreger

Angeblich hat Hamburg den Streik ja hinter sich. Gut, heute ist Freitag und normalerweise würden heute hier die Mülltollen geleert. Normalerweise. Bisher Fehlanzeige. Weder geleerte Mülltonnen noch zumindest weggeräumte Müllsäcke vor selbigen. Vermutlich müssen sie erstmal die Müllberge vor den Recyclinghöfen etc. wegräumen, damit sie überhaupt an ihre Arbeitsplätze kommen. Und wofür das ganze? Wir haben da ein ganz tolles System. Arbeitszeit zwischen 38 und 40 Stunden abhängig von Alter, Familie und Gehalt. Darf ich mal herzhaft lachen? Das heißt doch nichts anderes, als daß die schon beschäftigten Leute ihre Verträge behalten und die neu eingestellten jungen ihre auch. Also die einen zu 38 Stunden und die anderen zu 40 Stunden. Wofür also bitte der ganze Aufwand und wo genau ist jetzt DIE Innovation? Abgesehen von 3 Wochen Ärger hat das doch nichts gebracht. Außer, daß Herr Bsirske mal wieder im Fernsehen war.

Und Politik... prima, wenn wir schon dabei sind. Da hat man eine große Koalition, die ganz locker eigentlich eine gute Mehrheit im Bundestag und eigentlich auch im Bundesrat hätte. Eine prima Gelegenheit, mal ein paar Probleme anzupacken. Aber nein, man ist ja mit gegenseitigem Beweihräuchern, Kuschelkurs etc. beschäftigt. Und derweil geht alles andere weiter den Bach runter. Prima. Auswandern gewinnt ganz neue Perspektiven.

Irgendwie kann man da ja schon fast wieder über die neuesten Patzer von Herrn Bush lachen. Und seis auch nur, weil es einem im eigenen Land im Halse stecken bleibt. Wobei, die aktuellen "Enthüllungen" sind auch definitiv nicht zum lachen. Anscheinend war Mr. Bush mal wieder wie viele Schüler und auch Erwachsene heutzutage nicht in der Lage, zwischen gelesenen Dingen und tatsächlichen Geschehnissen eine Verbindung zu ziehen. Was heißt es wohl, wenn in einem Bericht steht, die Dämme könnten brechen? Daß man erstmal in Urlaub fährt? Anscheinend.
3.3.06 14:36


Aktuell

Immer noch Stre?. Das kommt davon, wenn man spontan innerhalb eines Monats umzieht und das auch noch ausgerechnet der Monat ist, in dem man eh vor Arbeit nicht wei?, wo vorne und hinten ist.

Aktuell: 1.)ich bin umgezogen, zumindest weitgehend. Bis 15. mu? die alte Wohnung noch renoviert sein. Also W?nde wei? (schn?ff) und so.
2. ) die Telekom hat mal wieder bewiesen, da? sie unf?hig ist. Bis heute habe ich nichtmal ne grobe Ansage, zu wann ich wieder vern?nftig online kann. Aktuell also Modem und Call-by-call.
3. ) sind es nur noch knapp 2 Wochen bis zum Maskenball. Panik! Naja, oder auch nicht. Es geht ganz gut voran. Nur meine Mutter h?tte sich echt etwas eher ?berlegen k?nnen, da? sie noch nen neues Kleid braucht.

4.) die Katzen haben sich prima eingelebt.
8.2.06 15:25


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